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Vorstand im Amt bestätigt
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Auf der Jahreshauptversammlung 2013 wurde der bislang amtierende Vorstand erneut im Amt bestätigt und für drei Jahre wiedergewählt.
1. Vorsitzender Wolfgang Festl
2. Vorsitzender Christian Seebaß
Schatzmeisterin Dr. Claudia Bodenstein
Schriftführerin Birgit Strunk
Schade war auch wie in den vergangen Jahren, dass nur wenige Mitglieder den Weg zur Versammlung fanden. Neue Impulse für die Vereinsarbeit bleiben daher wieder aus. Für den Vorstand ist diese Situation mitunter sehr schwierig.
Im Ausblick auf das Jahr stand vor allem die Dringlichkeit der Sanierung unserer bisherigen Zuchtstation im Vordergrund. Zur Zeit sind nur wenig Tiere so unterzubringen, dass die Zucht ausgebaut werden kann. Für die Wiederansiedlung werden aber dringend noch mehr Tiere benötigt.
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Dreharbeiten für ein Kurzvideo über den Nerz am Steinhuder Meer
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Auf Initiative des Naturfotografen und Vereinsmitgliedes Florian Möllers entstanden am 27. August 2012 an einem langen Drehtag am Steinhuder Meer Aufnahmen für ein Kurzvideo, das in mehreren Versionen über den Nerz, seine Gefährdung und Erhaltung sowie über die Menschen informieren soll, die sich für diese Tierart einsetzen.
Hintergrund der Initiative war die Berufung von Florian Möllers zu einem der Botschafter/innen der laufenden „UN-Dekade Biologische Vielfalt“. Bereits dort ging er in seiner Textbotschaft auf den Europäischen Nerz ein: als eine Beispielart für all jene, die nicht populär im Vordergrund stehen und für deren Schutz weit weniger getan wird als z. B. für Seeadler, Kranich, Biber und Wolf.
Diese Botschaft soll um einen kurzen Videofilm ergänzt werden. Das gab den Ausschlag für die Idee, die notwendigen Aufnahmen auch für die Erstellung mehrerer Kurzvideos zu nutzen. Diese kleinen Filme sollen EuroNerz e.V. sowie seinen Partnern – der ÖSSM e.V. als Durchführende der Ansiedlung am Steinhuder Meer sowie der Deutschen Umwelthilfe DUH e.V. – bei der Öffentlichkeitsarbeit in Sachen „Nerz“ unterstützen.
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Die Ansiedlung eines Wurfes Europäischer Nerze, die in der WASS e.V. Sachsenhagen geboren und in einem Ansiedlungsgehege am Steinhuder Meer „trainiert“ wurden, bot den Hintergrund für die Dreharbeiten. Außerdem wurden Nerz-typische Lebensräume und die Methoden des späteren Monitorings im Bild festgehalten sowie Interviews und persönlichen Statements aufgenommen.
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Der Vorstand dankt allen Beteiligten herzlich dafür, dass sie dieses Projekt ermöglicht haben:
Florian Möllers, Thomas Brandt und Eva Lüers (ÖSSM e.V.), Ulrich Stöcker (DUH e.V.) sowie Ulrich Haufe (Augenblick Naturfilm) und Andrea Buchta (Nuna Tierfilm).
Die Erstellung des Videobeitrages wird aus Mitteln der DUH e.V. gefördert. Auch dafür unseren ganz herzlichen Dank!
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Neues Nerzgehege im Zoo Osnabrück
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Im Zoo Osnabrück ist im Zuge der Umbaumaßnahmen der alten Bärenanlage und angrenzender Gehege zu einer Nordeuropaland-
schaft („Kajanaland“) auch ein Gemeinschaftsgehege für Nerz und Waschbär entstanden. Das Gehege umfaßt ca. 170 m², in der Mitte befindet sich eine Wasserfläche, gespeist durch einen kleinen, recht steilen Wasserlauf. Baumwurzeln und Stämme bieten Unterschlupfmöglich-
keiten, außerdem stehen mehrere Schlafboxen für die Waschbären und eine für Nerze zur Verfügung, die Waschbären können außerdem auf verschiedene, zum Teil recht hohe Bäume klettern. |  |
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Im vorderen Bereich begrenzt eine Glasscheibe das Gehege, so dass sich gute Einblickmöglichkeiten geben. Außerdem ist es über einen Höhenpfad auch von oben einsehbar.
In unmittelbarer Nachbarschaft leben Wisente und Rentiere.
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Im Gehege teilte sich zunächst Nerzrüde M 642 mit den Waschbären sein Revier. Nachdem er ziemlich vehement seinen Teilbereich gegen die Nordamerikaner abgesteckt hatte, logierte er anschließend drei Nächte lang mit zwei jungen, handaufgezogenen Waschbären in seiner Schlafbox, bevor er sich ein neues Domizil suchte.
M 642 fungierte zunächst als „Testnerz“, um zum einen die Gehegebegrenzung und zum anderen die Waschbären auf Nerztauglichkeit zu überprüfen.
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Inzwischen ist er gegen eine Mutterfähe, F 471, mit drei Jungtieren ausgetauscht worden. War M 642 schon wenig duldsam gegen die Waschbären, wenn es um Futter ging, so zeigt sich die Fähe noch etwas rabiater. Spätestens wenn es darum geht, genügend Fisch und Küken für ihre heranwachsenden Jungs zu sichern, schickt sie die Waschbären unmissverständlich in die Bäume.
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Der Zoo Osnabrück reiht sich damit als langjähriger Kooperationspartner und inzwischen auch Vereinsmitglied in die Reihe der Nerzhalter ein und ist nach dem Zoo Neunkirchen der zweite, der eine Gemeinschaftshaltung Nerz/Waschbär zeigt. Hier bieten sich neben spannenden Interaktionen auch gute Möglichkeiten für die Zoopädagogik, das Thema „Heimisch in Deutschland“ unter verschiedenen Gesichtspunkten an diesen beiden Tierarten aufzuarbeiten bis hin zum Problem der Verdrängung einheimischer Arten durch tierische Neubürger.
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Spende des NABU Krettnich
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Am 24. März wurden Ergebnisse der Wiederansiedlungen im Saarland im Rahmen einer Veranstaltung der NABU Ortsgruppe Krettnich von Mitarbeitern des Projektes vorgestellt. Im Anschluss daran überreicht der Vorsitzende, Bernd Konrad, einen Scheck in Höhe von 500 Euro zur Unterstützung des Ansiedlungsprojektes.
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| v.l. Bernd Konrad, Uli Heintz, Ina Klaumann, Tania Bazan, Victor Jalón |
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10 Jahre EuroNerz e. V. - eine Bilanz
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Was wir erreicht haben
Zehn Jahre Vereinsarbeit bedeuten zehn Jahre ehrenamtlicher Dienst für ein hochgradig bedrohtes Säugetier, den Europäischen Nerz, Artenschutz aus Niedersachsen für Niedersachsen, Deutschland und Europa.
Der Verein ist Mitglied im Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) für den Nerz, arbeitet mittlerweile mit mehr als einem Dutzend Zoos und Tierparks zusammen, unterstützt die Forschung an verschiedenen Universitäten, vermittelt Tiere für Wiederansiedlungsprojekte und hat ein eigenes Projekt zur Wiederansiedlung im Saarland gestartet.
Tiere in der Obhut des Vereins
Mit einer Gründerpopulation von einem Dutzend Tiere begann die Zucht des Vereins bei ausgeglichener Anzahl an Rüden und Fähen. Seit einigen Jahren ist der Bestand auf über 80 Tiere angewachsen, wobei mehr Rüden als Fähen gehalten werden. Den erfolgreich aufgezogenen Würfen stehen Verluste unterschiedlichster Natur gegenüber, vom Alterstod über Entkommen aus Gehegen, Krankheiten und Unfällen bis hin zur Wiederansiedlung in verschiedenen Projekten.
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Mitgliederentwicklung
Aus den sieben Gründungsmitgliedern ist im Laufe der zehn Jahre eine etwas größere Gruppe geworden. Nachdem sich die Mitgliederzahl innerhalb des ersten Jahres mehr als verdoppelt hatte, hält sie sich seit einigen Jahren bei etwas über 30, wobei etwa ein Drittel Institutionen, d. h. uns angeschlossene Zoos und Tierparks sind.
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Ein wichtiger Schritt im Jahr 2000/2001 – Die provisorische Verpaarungsstation in Borgloh |
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Aus Mitteln, die uns die Niedersächsische Lottostiftung zur Verfügung stellte, finanzierte EuroNerz e.V. im Jahr 2000 den Aufbau einer provisorischen Verpaarungsstation.
Die ersten Spatenstiche erfolgten im Juli 2000. Aufgrund des zeitaufwendigen Aufbaus in (Wochenend-)Eigenleistung zogen sich die Bauarbeiten bis in das Jahr 2001 hinein. Die Station umfasst einen überdachten Mittelteil mit rund 20 kleineren Beobachtungsgehegen.
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Erste Wiederansiedlungen |
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Nicht nur die Erhaltung in Menschenhand ist ein Ziel unseres Vereins, sondern auch die Rückkehr des „alten Nachbarn“ Europäischer Nerz in seinen ursprünglichen Lebensraum. Deshalb hat der Verein Tiere für Wiederansiedlungen zur Verfügung gestellt, ca. 40 Tiere für ein Projekt an der Hase in Niedersachsen (Universität Osnabrück), 15 Tiere für die Inseln Hiiumaa und Saaremaa in Estland (EEP-Koordinator Tiit Maran) und nicht zuletzt seit 2006 über 40 Tiere für das eigene Projekt im Saarland in Kooperation mit dem Zweckverband Illrenaturierung, das noch bis in das Jahr 2009 weiter verfolgt wird.
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Rückschläge, Schwierigkeiten und ein Ausblick
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Natürlich musste der Verein auch Rückschläge, vor allem beim Aufbau der endgültigen Zuchtstation hinnehmen. Mit am stärksten traf uns wohl die Ablehnung des EU-Life-Antrags im Sommer 2005, was unsere Hoffnungen auf die Finanzierung der Station erst einmal wieder zunichte machte. Auch im Jahr 2008 erfolgte bereits ein ähnlicher Tiefschlag mit der Ablehnung einer Förderung durch die Allianzstiftung.
Aber auch die „Kleinigkeiten“ machen die Vereinsarbeit nicht leichter: Immer weniger Mitglieder finden den Weg zu den Jahreshauptversammlungen, die Rückmeldungen aus den Mitgliederkreisen zu Belangen der Vereinsarbeit sind auch eher gering. Die aktive Arbeit des Vereins lastet nach wie vor auf den Schultern ganz weniger.
Der kleine, aber schlagkräftige Kreis bemüht sich weiterhin um die Finanzierung der Zuchtstation. Kontakte zum Land Niedersachsen, zu verschiedenen Stiftungen und zur Deutschen Bundesstiftung Umwelt sind geknüpft, leider sind inzwischen bereits die ersten Absagen eingegangen.
Das Gelände für die Station ist seit 2001 gepachtet, die Baugenehmigung liegt auch seit 2002 vor.
Auch das Wiederansiedlungsprojekt im Saarland wird weiterlaufen, bis 2009 ist die Finanzierung gesichert.
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Neue Mitgliedsbeiträge für 2008
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Für das Jahr 2008 gelten die in der Jahreshauptversammlung 2007 beschlossenen neuen Mitgliedsbeiträge. Sie belaufen sich auf:
Einzelmitglied: 50 €
ermäßigt: 25 €
Familien: 75 €
Institutionen: 180 €
Diese neuen Beiträge wurden zum 15.01.2008 fällig.
Liebe Mitglieder,
einige von Euch/Ihnen haben die alten Beitragssätze überwiesen. Wir bitten darum, die Überweisungen zu überprüfen, die Differenzbeträge nachzuschicken und eventuelle Daueraufträge entsprechend zu ändern!
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Jahreshauptversammlung 2008
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Die Jahreshauptversammlung des Vereins findet statt
am 01. März 2008, 19:00 Uhr,
im Gasthaus Huxmühle,
An der Huxmühle 14, Osnabrück.
Gäste sind herzlich willkommen!
Tagesordnung:
TOP 1: Begrüßung und Genehmigung der Tagesordnung
TOP 2: Bericht des Vorstandes
TOP 3: Kassenbericht
TOP 4: Bericht der Kassenprüfer
TOP 5: Entlastung des Vorstandes
TOP 6: Festsetzung der Beiträge
TOP 7: Ausblick auf das Jahr 2008
TOP 8: Anträge aus Mitgliederkreisen
TOP 9: Verschiedenes
Anträge aus Mitgliederkreisen müssen bis zum 26. Februar 2008 in schriftlicher Form beim Vorstand eingereicht werden.
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| Wolfgang Festl zu Gast auf der "wilden Lichtung" |
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Der erste Vorsitzende des Vereins, Wolfgang Festl, war zusammen mit einem Nerzrüden am 13.01.2007 zu Gast in „OLIs wilder Welt“. Diese Natursendung für Kinder läuft jeden Samstag auf dem Kinderkanal kika von 14 bis 15 Uhr. In jeder Ausgabe gilt es, ein Gasttier zu erraten, wozu es im Verlauf der Sendung drei Hinweise gibt. Zuschauerkind Helena am Telefon wusste dann auch auf Anhieb die richtige Antwort „Der Europäische Nerz“. Nach der Lösung ist dieses Tier dann auch live im Studio und es gibt Informationen rund um das Tier, außerdem können Kinder per Telefon weitere Fragen stellen.
Nach Ausstrahlung der Sendung ist das Gasttier dann auch aufgenommen in das Tierbuch auf der Internetseite der Sendung, wo es noch weitere Informationen gibt. |
www.olis-wilde-welt.de
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Die Macher dieser Sendung haben im Vorfeld gut und ausführlich recherchiert. Umso trauriger ist die Tatsache, dass kurz zuvor ein Magazin unter dem Dach der gleichen Sendeanstalt, Report Mainz am 08.01.2007, weit weniger gut gearbeitet hat und bei einem Bericht zum Thema „Leiden für den Luxus“ wieder einmal den Europäischen Nerz und den Amerikanischen Mink in einen Topf geworfen hat, als es um Nerzfarmen in Deutschland ging. Und das, obwohl sie in dem Bericht durchaus Europäische Nerze als sog. Wildnerze zeigen. Diese Aufnahmen stammen aus einem unserer Trainingsgehege aus dem Jahr 2000.
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| Wo sind Nerze zu sehen? |
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trächtige Fähen oder Nerz-Paare:
Tiergarten Stendal (Paar)
Tiergarten Riesa (Paar)
Wildpark der Stadt Leipzig (Paar)
Tierpark Kloevensteen (Paar)
Zoo Neunkirchen (Paar, Vergesllschaftung mit Waschbären)
Fähen oder Nerz-Paare mit Jungen/
Jungtiergruppen:
Tierpark Zittau
Wildpark Granat
Zoo Osnabrück (Vergesllschaftung mit Waschbären)
Opelzoo Kronberg
Anholter Schweiz
Wildtierauffangstation Sachsenhagen
Heimatnaturgarten Weißenfels
Tierpark Weißwasser
Hochwildpark Gangelt
Tierpark Bad Liebenstein
Tierpark Eisenberg
Einzeltiere:
Natureum Niederelbe, Balje
Wildfreigehege Nöttler Berg, Saerbeck
Tierpark Lutherstadt Wittenberg
Tiergarten Delitzsch
Wildpark Lüneburger Heide, Hanstedt
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| Spielende Nerz-"Familie". (Foto: Dr. E. Peters) |
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Wiederansiedlung von Nerzen im Saarland vielversprechend gestartet
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Nach intensiver Vorbereitung ist im Frühjahr 2006 mit Unterstützung unserer Kooperationspartner (s.u.) das Projekt zur Wiederansiedlung des Europäischen Nerzes im Saarland gestartet worden. Erfahrungen aus anderen Wiederansiedlungsprojekten haben uns dazu veranlasst, verschiedene Methoden durchzuführen. So wurden nicht nur tragende Fähen, sondern auch die dazugehörigen Rüden, dann auch tragende Fähen ohne Rüden und später Fähen mit Jungtieren ins Freiland entlassen.
Die bisherigen Ergebnisse zeigen, dass einige Tiere sich nach wie vor standorttreu im Ursprungsgebiet aufhalten, andere sind – wie erwartet – aufgrund der hohen Anzahl der freigelassenen Tiere in geeignete Gebiete abgewandert. Der Verlust von bislang vier Tieren ist relativ gering, zwei Tiere starben im Straßenverkehr, zwei weitere wurden vermutlich durch andere Beutegreifer getötet.
Mindestens vier Fähen haben im Freiland ihre Jungen zur Welt gebracht, vier weitere Würfe waren in den Trainingsgehegen zu verzeichnen. Leider verstarb dort ein Wurf nach zwei Tagen und bei einem zweiten verschwand das Muttertier nach einem Unwetter, so dass die Jungen von Hand aufgezogen werden mussten und somit nicht mehr ins Freiland entlassen werden können.
Das Projekt wird wissenschaftlich begleitet von der Universität Osnabrück, Studenten der Universitäten Osnabrück, Münster und Hamburg sowie spanische Praktikanten des Vereins sorgen für die Kontrolle der Tiere durch telemetrische Überwachung (einige Tiere tragen Implantatsender), Lebendfang und Spurensuche.
Ausdrücklich danken wir an dieser Stelle den Jägern, Anglern und anderen Interessengemeinschaften der Region für das Angebot der Zusammenarbeit und Unterstützung.
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| Die ersten Spuren im Freiland |
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Wiederansiedlung von Nerzen im Saarland ab 2006!
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Nach den schlechten Nachrichten des Jahres 2005 - die Ablehnung des Antrages auf Mittel aus dem EU Life-Nature Projekt - endlich eine gute:
Das Ministerium für Umwelt des Saarlandes erklärte sich dankenswerterweise bereit, die als Kofinanzierungsbeitrag für den Antrag vorgesehenen 150.000 € im Haushalt stehen zu lassen und damit trotz Ablehnung seitens der EU eine Wiederansiedlung Europäischer Nerze zu ermöglichen.
Verteilt auf die Jahre 2005 bis 2008 werden auf diese Weise Sach- und Personalmittel zur Verfügung stehen, um wie bereits zuvor geplant im Projektgebiet des Zweckverbandes Illrenaturierung die notwendigen Arbeiten im Freiland durch-zuführen.
Hinsichtlich des Projektumfanges waren selbstverständlich Einschnitte notwendig: So verbleiben die Personalmittel vor Ort im Saarland. Und auch der Ausbau der Zuchtstation kann im Rahmen dieses Projektes nicht realisiert werden.
Für die Arbeit unseres Vereins ist dieser Erfolg dennoch von großer Bedeutung: Solche Projekte dienen dem Artenschutz nicht nur unmittelbar. Sie schaffen auch auf politischer Ebene Fakten und ermöglichen es, für zukünftige Vorhaben zu lernen. Gerade für den Nerz und andere bedrohte Kleinraubtiere ist das entscheidend – noch immer existieren zu wenige Erfahrungswerte.
Gemeinsam mit dem Zweckverband Illrenaturierung und der Neunkircher Zoologischer Garten gGmbH startet unser Verein bereits im kommenden Frühjahr. Die wissenschaftliche Begleitung wird durch Frau Dr. E. Peters (Abt. Ethologie der Universität Osnabrück; Prof. Dr. R. Schröpfer) und Herrn Dr. K. Frölich (Leiter der Fachgruppe 3 des IZW Berlin) erfolgen.
Derzeit laufen die Vorbereitungen. Sobald die Arbeiten im Freiland starten, werden Neuigkeiten an dieser Stelle bekannt gegeben.
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| Biber als Lebensraumgestalter für den Nerz: Biberburg am Alsbach, einem Zufluss der ILL im Saarland. |
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Euronerz im Fernsehen
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In diesem Jahr hat es erstmals auch mehrfach Berichterstattungen über unseren Verein im Fernsehen gegeben.
Den Anfang machten zu Jahresbeginn die NDR-Zoogeschichten aus dem Wildpark Lüneburger Heide in Hansted, wo über die Abholung der Jungnerze berichtet wurde.
Im Sommer folgten dann die ersten Berichte über die Wiederansiedlung im Saarland, zum Beispiel im ARD-Magazin "Brisant".
Und voraussichtlich im April 2007 startet in der ARD wieder eine neue Zoo-Doku, ebenfalls aus dem Wildpark Lüneburger Heide: "Wolf, Bär & Co. Dort wird es in einer Folge schwerpunktmäßig um die Nerze und die Zusammenarbeit des Wildparks und Euronerz gehen.
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| Filmaufnahmen für die Zoogeschichten in Hanstedt |
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