Verwandtschaft

 
Die Verwandtschaft des Nerzes bilden die Marderartigen (Familie der Marder, wissenschaftlich: Mustelidae).

Fast alle Arten dieser Familie zeichnen sich durch einen langgestreckten, schlanken Körper aus. Der überwiegende Teil der "Familienmitglieder" hat ein raubtierhaftes Gebiss mit spitzen Eckzähnen und je einem großen Reißzahn zu beiden Kieferseiten. Die Länge der Schnauze nimmt eine Kompromissstellung zwischen den langen Schnauzen der Hundeartigen (Rotfuchs, Wolf) und den kurzen Schnauzen der Katzenartigen (Luchs, Wildkatze) ein.

Zum größten Teil ist die "bucklige" Verwandtschaft des Nerzes, wie auch er selbst, dämmerungs- und nachtaktiv.
 
Die Verwandschaft des Europäisches Nerzes
 

Bildergalerie

Die folgende Bildergalerie zeigt die nächsten Verwandten des Europäischen Nerzes im Einzelnen. Unter den Links (mehr Infos...) können artspezifische Steckbriefe zur Lebensweise, Verbreitung, zum Nahrungspektrum etc. angezeigt werden.
 
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Hermelin/Großes Wiesel mehr Infos...




Mauswiesel
(Mustela nivalis)
  Hermelin/
Großes Wiesel

(Mustela erminea)


 
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Dachs
(Meles meles)

  Iltis
(Mustela putorius)


 
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Baummarder
(Martes martes)

  Steinmarder
(Martes foina)


 
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Otter
(Lutra lutra)
     
 
In Europa gibt es 12 verschiedene Marderarten. Neben den 8 Arten aus der Übersicht, gibt es noch 4 weitere, die hier der Vollständigkeit halber kurz beschrieben werden (ohne Abbildung):

Steppeniltis (Mustela eversmanni), ähnlich dem Iltis (Mustela putorius), jedoch an Rücken und Seiten viel heller; verbreitet in Ost- Europa von Süd-Russland, Jugoslawien, Niederösterreich, Ungarn, Tschechien und Slowakei, nach Osten durch Zentralasien bis Mandschurei; bewohnt offenes Gelände, Steppen und Felder.

Tigeriltis (Vormela peregusna), ähnlich dem Iltis und Steppeniltis, jedoch mit dunkelbraunem Rücken mit gelben Flecken und Streifen, Unterseite glänzend schwarz; verbreitet in Rumänien, Bulgarien, Süd- Jugoslawien bis zur südlichen Adriaküste; bewohnt waldlose Steppen, Wüsten und Halbwüsten.

Vielfraß (Gulo gulo), etwas größer als der Dachs, plump und massig wirkend, kurzer Schwanz (jedoch deutlich länger als beim Braunbären, mit dessen Jungtieren der Vielfraß evt. verwechselt werden kann), Stirn, Wangen oft mit heller Binde, Flanken mit hellem Streifen; verbreitet im Norden Finnlands, Schwedens, Norwegens und Nordöstliches Russland, ansonsten nördliche Hälfte Asiens, Kanada und Alaska; bewohnt Nadelwald, Waldtundra und (seltener) offne Tundra.

Mink (Mustela vison), dem Europäischen Nerz sehr ähnlich, jedoch größer und keine rundherum weiße Schnauze, nur ein weißes Kinn, aus Nordamerika eingeführt und gebietsweise in fast ganz Europa zu Hause.
 
Weiteres zum Mink unter:
Europäischer Nerz
 
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