Förderung des Stationsneubaus durch die Haarmannstiftung
Haarmannstiftung
Es liegen mittlerweile lange Jahre hinter dem Verein, in denen der Vorstand mit zahlreichen Anträgen versuchte, die kleine, schon damals im Jahr 2000 nur als Provisorium errichtete Zuchtstation durch eine groß angelegte, dauerhafte Station zu ersetzen. Der ausbleibende Erfolg zeigte letztlich, dass das geplante Projekt weder in seinem vollen Umfang noch in einer (wie zunächst geplant) verkleinerten Version umsetzbar war. Und das mit großen Folgen für unsere Arbeit: die derzeitige, baufällige Station ist nicht mehr zu reparieren, und auch tierpflegerisch und hinsichtlich der Arbeitssituation wäre eine Fortführung unseres Erhaltungszuchtprojektes nicht mehr möglich gewesen.
Mit großer Freude erhielt der Vorstand daher im Mai 2016 eine Förderzusage der Haarmann-Stiftung Umwelt und Natur (Osnabrück) in Höhe von 40.000 Euro! Bei der Haarmann-Stiftung hatte der Verein sich um eine Förderung der Neuerrichtung der Station an selber Stelle beworben. Es bleibt also bei der Lage, auf dem Privatgelände unseres 1. Vorsitzenden Wolfgang Festl in Hilter a.T.W.
Eine Bauvoranfrage wurde im Herbst 2016 bereits positiv beschieden. Derzeit läuft die Bauplanung, mit der erneut Herr Dipl.-Ing. H. Suhre unseren Verein in dankenswerter Weise unterstützt. Wenn die endgültige Genehmigung erteilt wird, können wir nach Abriss der alten Station die neue in dauerhafter Bauweise und mit leichter Erweiterung der Haltungskapazität errichte.
 

Wiederansiedlung im Saarland - Abschlußbericht

Ina Klaumann und Christian Seebass

In den Jahren 2006 bis 2014 führten EuroNerz e. V., der Zweckverband Natura Ill-Theel (Marpingen-Berschweiler) und der Zoo Neunkirchen in Kooperation mit dem NABU Saarland e.V. (Lebach) und seinen Ortsgruppen ein Pilotprojekt zur Wiederansiedlung des Europäischen Nerzes im FFH-Gebiet „Täler der Ill und ihrer Nebenbäche“ durch. Wissenschaftlich begleitet wurde das Projekt durch Dr. Elisabeth Peters (Univ. Osnabrück), die Finanzierung erfolgte über das Land Saarland mit Fördermitteln der Saarland Sporttoto GmbH sowie durch die HIT Umwelt- und Naturschutz Stiftungs-GmbH (Zülpich).
Das Ziel des Projektes war der Aufbau einer überlebensfähigen Population des Europäischen Nerzes  im Einzugsgebiet der Ill (Saarland), die sich ausgehend vom saarländischen Kerngebiet in angrenzende Regionen Deutschlands sowie grenzübergreifend nach Luxemburg und Frankreich ausbreiten kann. Die Ansiedlung des Nerzes im Saarland sollte damit zur Erhaltung einer der am stärksten vom Aussterben bedrohten Säugetierarten Europas und zur Sicherung der biologischen Vielfalt beitragen.
 
Nerz auf Fallenfloß
Nerz auf einem Fallenfloß
 

Zusammenfassung der Ergebnisse

In den Jahren von 2006 bis 2013 wurden insgesamt 162 Nerze angesiedelt.91 der entlassenen Nerze konnten mindestens einmal nach Ansiedlung nachgewiesen werden. Die mittlere Beobachtungsdauer lag bei 56 Tagen (0 bis max. 505); für sendermarkierte Nerze lag sie höher als für nicht besenderte. In Bezug auf die Ansiedlung erreichten im Frühjahr tragende Fähen und im Herbst ausgewachsene Jungrüden die höchste durchschnittliche Beobachtungsdauer. Zwischen den Ansiedlungen aus Gehegen bzw. Höhlen/Boxen ergaben sich dahingehend nur geringe Unterschiede.

Die durch Funde nachzuweisende Mortalität war innerhalb zwei Monaten nach Ansiedlung mit 13,9 % am höchsten, danach stieg die Rate geringer an, auf 20,6% nach mehr als 360 Tagen. Von den insgesamt 34 Totfunden erfolgten 29 durch Ortung des Senders. Verluste traten am häufigsten durch Beutegreifer (vermutlich mehrheitlich Füchse) und den Straßenverkehr auf. In 12 Fällen konnte die Todesursache nicht geklärt werden, größtenteils durch eine bereits stärkere Verwesung.

Von 33 tragend angesiedelten Fähen haben mindestens sechs im Freiland einen Wurf geboren (mind. 15 Jungtiere). Eine in 2008 unmarkiert gefangene Jungfähe war mit größter Wahrscheinlichkeit Resultat einer Verpaarung im Freiland. Als Eltern kamen die 2007 angesiedelten Tiere F399 und M433 in Frage.

Im Fazit sind über den Erfolg der Ansiedlungen nur bedingt Aussagen möglich. Die Eignung des Gebietes belegten (1) die im Lauf der Projektjahre von mind. 22 Nerzen ausgebildeten Aktionsräume, (2) die gute Konstitution wiedergefangener Nerze sowie (3) der Nachweis erfolgreicher Jungtieraufzucht. Die Nutzung menschlicher Siedlungen (Kanalisation, Holzhaufen etc.) zeigte, dass die Nerze, wie andere Wildtiere auch, in gutem Maß opportunistisch handelten, sich aber zugleich artgemäß verhielten.

Das Hauptproblem für die Erfolgsbewertung bleibt der hohe Anteil von Nerzen mit unbekanntem Verbleib. Dies liegt zum einen daran, dass nur kleine und zudem implantierte Sendermodelle verwendet werden konnten, und sich Nerze bodennah und oft schnell durchs Gelände bewegen. Bei einer Empfangsreichweite von max. 400 m waren selbst Routineortungen aufwendig. Wanderte ein Nerz auch nur um wenige Kilometer ab, war die Nachsuche sehr schwierig. Zum anderen wurden auch Lebendfallen nur unregelmäßig angenommen. So wurde die Fähe F733 erstmals nach 209 Tagen unmittelbar an ihrem Ansiedlungsort per Fallenfang nachgewiesen; zuvor fehlte jeder Hinweis auf ihre Anwesenheit.

Diese Tatsache kann als positives Zeichen gewertet werden, da sich die angesiedelten Tiere offensichtlich autark versorgen konnten. Zudem wird die Möglichkeit bekräftigt, dass sich durchaus mehr Nerze  im Gebiet aufhalten konnten, die jedoch durch das bestehende Monitoring nicht erfasst wurden.
 

Methoden der Ansiedlungen

Für die Ansiedlung wurden verschiedene Methoden getestet: Da angesiedelte Tiere noch nicht in ihrer Umgebung verwurzelt sind aber Ortkenntnis für sie sehr wichtig ist, beginnen sie oft bald nach ihrer Freisetzung mit weiten Erkundungen und verlassen dabei teils sogar das Gebiet. Dadurch erhöht sich ihr Sterblichkeitsrisiko ganz erheblich.
Zu Beginn des Projektes (bis 2009) wurden daher vorwiegend jeweils im Frühling trächtige Fähen allein oder zusammen mit ihren Paarungspartnern entlassen (Paare bzw. Gruppen aus 1 Rüden mit 2 Fähen). Während des Trainings waren Paare gemeinsam im Gehege, für Dreiergruppen wurden aneinander angrenzende Einzelgehege genutzt, so dass der Kontakt erhalten blieb. Zusätzlich wurden im Sommer Mutterfähen gemeinsam mit ihren nahezu ausgewachsenen Würfen freigesetzt. In allen 3 Fällen ist zu erwarten, dass die Tiere zunächst einmal wegen des nahenden Wurftermins, wegen ihres Paarungspartners bzw. der Jungtiere im Gebiet bleiben. Alle diese Ansiedlungen erfolgten unmittelbar aus den Trainingsgehegen, die den Tieren auch weiterhin als möglicher Rückzugsraum zur Verfügung standen.

Im Herbst 2009 wurde erstmals eine weitere Methode erprobt, die in den Folgejahren dann ausschließlich eingesetzt wurde: Ausgewachsene Jungtiere wurden im Alter von 4-5 Monaten angesiedelt, also im Herbst ihres Geburtsjahres. Auch bei solchen Tieren ist zu erwarten, dass sie stark motiviert sind, sich schnell ein „Revier“ zu suchen, in dem sie den kommenden Winter verbringen.
Das Training erfolgte nach wie vor in den Gehegen, in der Regel noch als Wurfgeschwister-Gruppe. Anschließend wurden die Nerze einzeln oder als Geschwisterpaar in zuvor aus am Ort vorhandenem Material konstruierten Uferhöhlen bzw. in speziell angefertigten Boxen aus Holz im Ansiedlungsgebiet entlassen. Diese künstlichen Höhlen sollten, ähnlich wie die Ansiedlungen aus den Gehegen, bei den Nerzen eine Art „Heimat-Effekt“ erzeugen, eine bekannte Anlaufstelle, die ihnen zusätzlich sichere Zuflucht vor möglichen Attacken durch Füchse und andere Prädatoren bietet. Die Idee zu dieser Ansiedlungsmethode entstand während des Arbeitsbesuchs von Dr. Vadim Sidorovich.
 
Methoden zur Ansiedlung
Trainingsgehege zur Ansiedlung (links), künstliche Uferhöhle (Mitte), Wurfbox (rechts)
 

Methoden zum Nachweis

Pilotprojekt eine besondere Bedeutung. Oft wurden an einem Standort mehrere Methoden eingesetzt (z. B. Lebendfalle, Haar-Klebefalle und Wildkamera), um alle Methoden miteinander vergleichen zu können.

Der Wiederfang hat den Vorteil, dass man unmittelbar den Gesundheitszustand der angesiedelten Tiere (Gewicht, eventuelle Verletzungen etc.) kontrollieren und so individuelle Informationen bekommen kann, ob sie die Tiere in der neuen Situation zurechtfinden. Nachteilig ist der große materielle, personelle und zeitliche Aufwand. Durch die mindestens zwei Kontrollen in 24 h kann zudem Unruhe entstehen, da das Gelände entsprechend viel betreten wird. Im Projekt wurden zum einen Holzkastenfallen verwendet, die den Tieren Sicht- und Witterungsschutz boten, aber auch entsprechen schwer waren. Drahtkastenfallen (Fa. TrapMan, GB) sind leichter und einfacher zu handhaben, mussten aber zum Schutz der Tiere verblendet werden. Beide Fallentypen wurden unmittelbar an den Gewässerufern aufgestellt, teilweise auch auf speziellen Flößen auf dem Wasser. Als Köder wurde überwiegend Fisch eingesetzt. Die Fallenstandorte und deren Abstand orientierten sich an vermuteten Nerzvorkommen aufgrund von Hinweisen und vorangegangenen Ansiedlungen. Der Lebendfang wurde jeweils in der Zeit zwischen Mai bis Juli eingeschränkt oder ganz ausgesetzt, um mögliche Würfe nicht zu gefährden.

Insgesamt erhielten 63 Nerze Senderimplantate der Firma MicrotesWildlifeEngeneering (NL).Mit Hilfe von Empfangsgeräten und Antennen konnten die Bewegungen diese Tiere verfolgt und Informationen zu Wanderverhalten, Aktivitätszeiten, Habitatwahl und Interaktionen gesammelt werden.
Senderimplantate haben im Vergleich zu den üblichen Halsbandsendern den Nachteil einer geringeren Reichweite (bis ca. 400 m, abhängig vom Gelände), sind für Nerze aber erfahrungsgemäß die beste Wahl. Mit der Technik und dem personellen und zeitlichen Aufwand im Gelände ist die Radiotelemetrie sehr kostenintensiv. Zugleich ist sie aber die einzige Methode, die es bei so kleinen Tierarten wie dem Nerz ermöglicht, individuelle Informationen über Bewegungsmuster und Verhalten zu sammeln.

Ab dem Jahr 2009 ergänzten digitale Wildkameras (Weißlichtblitz, Modelle Cuddeback® Capture und Attack) das Monitoring. Diese Methode ist ebenfalls kostenintensiv, erfordert aber deutlich weniger Zeit und Personal. Nachteilig kann es sein, dass keine individuellen Nachweise möglich sind, da die Fotos für sich genommen erst einmal nur die Anwesenheit einer Tierart belegen.

Die Wildkameras wurden entlang der Gewässer eingesetzt und regelmäßig beködert, mit Lebendfallen kombiniert, an Ansiedlungsstandorten sowie auch separat.

Ebenfalls 2009 wurden Haar-Klebefallen zu Testzwecken in das Monitoring integriert. Dieses einfache Modell aus Drahtgitter, bespannt mit doppelseitigem Klebeband, wurde beködert und bodennah an Bäumen befestigt. Tiere, die am Köder interessiert waren, mussten etwas „arbeiten“ und dabei das Klebeband berühren, an dem sie abgestreifte Haare hinterließen. Die Fallen wurden wöchentlich eingesammelt und die Haare lichtmikroskopisch bestimmt. Dabei wird die innere Struktur des Haares betrachtet, aber auch das Muster auf der Außenseite, das am besten in einem „Negativabdruck“ zu sehen ist, der mit farbigem Nagellack auf einem Objektträger hergestellt wird. Vorteil ist die kostengünstige Einsetzbarkeit zur Überwachung eines größeren Gebietes. Nachteilig ist wiederum, dass nur die Präsenz der Tierart festzustellen ist, ohne individuelle Informationen. Außerdem ist eine intensive Einarbeitung nötig, da die Haarbestimmung nur mit viel Erfahrung zügig und sicher erfolgen kann.
 

Wildkameras können vielseitige Informationen liefern:

WA Saarland Wildkamerafotos
Über die Jungtierentwicklung (oben und Mitte links), über Verletzungen (oben rechts), über Beutetiere (mitte rechts eine Ratte), über mögliche Konkurrenten und/oder Beutegreifer (unten links) und über die Nutzung von künstlich angelegten Uferhöhlen durch die Nerze (unten rechts; Fotos: Wildkamera Cuddeback® Capture bzw. Attack)
 

Das Team - Danke für die Zusammenarbeit!

Mit Ilona Behrmann, Frauke Krüger und Ina Klaumann organisierten insgesamt 3 Teamleiterinnen die Feldarbeiten während der 8-jährigen Laufzeit des Projektes und leiteten jeweils ein Team von 3-4 Praktikanten/innen.

Insgesamt 58 Studierende bzw. Absolventen überwiegend von spanischen Universitäten arbeiteten so im Projekt mit, jeweils durch Mobilitätsförderprogramme finanziert und für sechs Monate entsandt.

Darüber hinaus entstanden im Rahmen der Begleitforschung und der Feldarbeiten 4 Abschlussarbeiten von Studierenden der Universitäten Hamburg, Vechta, Münster und Trier.

Die Senderimplantationen und tierärztliche Betreuung übernahmen die Veterinäre/innen Dr. Heike Weber (Tierpark Nordhorn), Dr. Carina Johann (Zoo Neunkirchen) und Dr. Gerd Küneke (Illingen).

Allen Beteiligten an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön!
 

Ausblick

Während des Arbeitsbesuchs 2009 schätzte der Säugetierexperte Dr. V. Sidorovich, dass für einen Erfolg kontinuierliche Ansiedlungen über einen Zeitraum von mindestens 10 Jahren notwendig seien. Eine Fortsetzung des Projektes wäre daher wünschenswert.

Als effektivstes Monitoring stellte sich eine Kombination aus Wildkamera und Lebendfalle heraus. Die Radiotelemetrie lieferte zudem wertvolle Raum-Zeit-Informationen über die Tiere. Um Verluste durch Abwanderung zu vermeiden, sollten nur bereits etablierte Individuen mit Sendern versehen werden.

Ergänzend zum bisherigen Monitoring könnten stationäre Mikrochip-Lesegeräte getestet werden, die allerdings mit hohen Kosten und Diebstahlrisiko verbunden sind. Das Monitoring mit Haar-Klebefallen sollte aufgrund des Potentials einer kostengünstigen, großflächig einsetzbaren Alternative auf jeden Fall genauer erprobt werden, z. B. im Rahmen einer Doktorarbeit. Dabei sollten auch andere Modelle (z. B. Röhren) und Klebemittel (z. B. „Mouseglue“) getestet und ggf. an die Zielart Nerz angepasst werden.
 
Ein ausführlicherer Bericht und weitere Informationen zu dem Projekt sind über die Kontaktadresse des Vereins erhältlich.
 

Saarlandprojekt läuft aus

Im Jahr 2006 startete es nach langen Vorbereitungen, nun – im achten Jahr – geht es zunächst einmal dem Ende zu:
Das erste deutsche, langfristig angesetzte Wiederansiedlungsprojekt Europäischer Nerze, durchgeführt im Saarland.

Der Dank des Vereinsvorstandes gilt vielen Personen und Organisationen:
Für die Kooperation bei der Planung, Organisation und Durchführung danken wir dem Zweckverband Natura Ill-Theel (Marpingen-Berschweiler), dem Zoo Neunkirchen (Neunkirchen/Saar) sowie dem NABU Saarland e. V. (Lebach) und seinen Ortsgruppen.
Ohne ideelle und finanzielle Unterstützung wäre das Projekt nicht realisierbar gewesen: Wir danken dem Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz des Saarlandes, der Saarland Sporttoto GmbH (Saarbrücken) sowie der HIT Umwelt und Naturschutz Stiftungs-GmbH (Zülpich).
Für den unfangreichen Einsatz bei der wissenschaftlichen Begleitung danken wir Frau Dr. Elisabeth Peters (Osnabrück) sowie den jeweiligen Leiterinnen der Feldarbeitsteams Ilona Behrmann, Frauke Krüger und Ina Klaumann.
Für die tiermedizinische Betreuung danken wir Frau Dr. Heike Weber (Tierpark Nordhorn), Frau Carina Johann (Zoo Neunkirchen) sowie Herrn Dr. Gerd Küneke (Illingen).
Last but not least danken wir unseren insgesamt 58 Praktikanten/innen und Abschlusskandidaten/innen für die vielen Stunden der geleisteten Feldarbeit.

Wir hoffen allerdings auf eine Möglichkeit, Weichen für weitere Ansiedlungen in den Folgejahren stellen zu können. Erste Ansiedlungen zur Nachverdichtung einer eventuellen Nerzpopulation sind bereits erfolgt, für Nachweise werden Kameradaten ausgewertet werden.
 
Aktuelles aus dem Wiederansiedlungsprojekt
 

Vorstand im Amt bestätigt

Auf der Jahreshauptversammlung 2013 wurde der bislang amtierende Vorstand erneut im Amt bestätigt und für drei Jahre wiedergewählt.
1. Vorsitzender Wolfgang Festl
2. Vorsitzender Christian Seebaß
Schatzmeisterin Dr. Claudia Bodenstein
Schriftführerin Birgit Strunk

Schade war auch wie in den vergangen Jahren, dass nur wenige Mitglieder den Weg zur Versammlung fanden. Neue Impulse für die Vereinsarbeit bleiben daher wieder aus. Für den Vorstand ist diese Situation mitunter sehr schwierig.
Im Ausblick auf das Jahr stand vor allem die Dringlichkeit der Sanierung unserer bisherigen Zuchtstation im Vordergrund. Zur Zeit sind nur wenig Tiere so unterzubringen, dass die Zucht ausgebaut werden kann. Für die Wiederansiedlung werden aber dringend noch mehr Tiere benötigt.
 

Dreharbeiten für ein Kurzvideo über den Nerz am Steinhuder Meer

 
Drehtag am Steinhuder Meer
 
Auf Initiative des Naturfotografen und Vereinsmitgliedes Florian Möllers entstanden am 27. August 2012 an einem langen Drehtag am Steinhuder Meer Aufnahmen für ein Kurzvideo, das in mehreren Versionen über den Nerz, seine Gefährdung und Erhaltung sowie über die Menschen informieren soll, die sich für diese Tierart einsetzen.

Hintergrund der Initiative war die Berufung von Florian Möllers zu einem der Botschafter/innen der laufenden „UN-Dekade Biologische Vielfalt“. Bereits dort ging er in seiner Textbotschaft auf den Europäischen Nerz ein: als eine Beispielart für all jene, die nicht populär im Vordergrund stehen und für deren Schutz weit weniger getan wird als z. B. für Seeadler, Kranich, Biber und Wolf.

Diese Botschaft soll um einen kurzen Videofilm ergänzt werden. Das gab den Ausschlag für die Idee, die notwendigen Aufnahmen auch für die Erstellung mehrerer Kurzvideos zu nutzen. Diese kleinen Filme sollen EuroNerz e.V. sowie seinen Partnern – der ÖSSM e.V. als Durchführende der Ansiedlung am Steinhuder Meer sowie der Deutschen Umwelthilfe DUH e.V. – bei der Öffentlichkeitsarbeit in Sachen „Nerz“ unterstützen.
 
Filmpartner
 
Die Ansiedlung eines Wurfes Europäischer Nerze, die in der WASS e.V. Sachsenhagen geboren und in einem Ansiedlungsgehege am Steinhuder Meer „trainiert“ wurden, bot den Hintergrund für die Dreharbeiten. Außerdem wurden Nerz-typische Lebensräume und die Methoden des späteren Monitorings im Bild festgehalten sowie Interviews und persönlichen Statements aufgenommen.
 
Danke
Der Vorstand dankt allen Beteiligten herzlich dafür, dass sie dieses Projekt ermöglicht haben:
Florian Möllers, Thomas Brandt und Eva Lüers (ÖSSM e.V.), Ulrich Stöcker (DUH e.V.) sowie Ulrich Haufe (Augenblick Naturfilm) und Andrea Buchta (Nuna Tierfilm).
Die Erstellung des Videobeitrages wird aus Mitteln der DUH e.V. gefördert. Auch dafür unseren ganz herzlichen Dank!
 
Mehr zur UN-Dekade Biologische Vielfalt
 

Neues Nerzgehege im Zoo Osnabrück

 
Neues Nerzgehege im Zoo Osnabrück
Nerzgehege im Zoo Osnabrück
 
Im Zoo Osnabrück ist im Zuge der Umbaumaßnahmen der alten Bärenanlage und angrenzender Gehege zu einer Nordeuropaland-
schaft („Kajanaland“) auch ein Gemeinschaftsgehege für Nerz und Waschbär entstanden. Das Gehege umfaßt ca. 170 m², in der Mitte befindet sich eine Wasserfläche, gespeist durch einen kleinen, recht steilen Wasserlauf. Baumwurzeln und Stämme bieten Unterschlupfmöglich-
keiten, außerdem stehen mehrere Schlafboxen für die Waschbären und eine für Nerze zur Verfügung, die Waschbären können außerdem auf verschiedene, zum Teil recht hohe Bäume klettern.
Wasserlauf
 
Im vorderen Bereich begrenzt eine Glasscheibe das Gehege, so dass sich gute Einblickmöglichkeiten geben. Außerdem ist es über einen Höhenpfad auch von oben einsehbar.
In unmittelbarer Nachbarschaft leben Wisente und Rentiere.
 
M 642
Im Gehege teilte sich zunächst Nerzrüde M 642 mit den Waschbären sein Revier. Nachdem er ziemlich vehement seinen Teilbereich gegen die Nordamerikaner abgesteckt hatte, logierte er anschließend drei Nächte lang mit zwei jungen, handaufgezogenen Waschbären in seiner Schlafbox, bevor er sich ein neues Domizil suchte.
M 642 fungierte zunächst als „Testnerz“, um zum einen die Gehegebegrenzung und zum anderen die Waschbären auf Nerztauglichkeit zu überprüfen.
 
Inzwischen ist er gegen eine Mutterfähe, F 471, mit drei Jungtieren ausgetauscht worden. War M 642 schon wenig duldsam gegen die Waschbären, wenn es um Futter ging, so zeigt sich die Fähe noch etwas rabiater. Spätestens wenn es darum geht, genügend Fisch und Küken für ihre heranwachsenden Jungs zu sichern, schickt sie die Waschbären unmissverständlich in die Bäume.
 
Nerz im Geröll Waschbär im Baum
Waschbär und Nerz Nerz mit Fisch
 
Der Zoo Osnabrück reiht sich damit als langjähriger Kooperationspartner und inzwischen auch Vereinsmitglied in die Reihe der Nerzhalter ein und ist nach dem Zoo Neunkirchen der zweite, der eine Gemeinschaftshaltung Nerz/Waschbär zeigt. Hier bieten sich neben spannenden Interaktionen auch gute Möglichkeiten für die Zoopädagogik, das Thema „Heimisch in Deutschland“ unter verschiedenen Gesichtspunkten an diesen beiden Tierarten aufzuarbeiten bis hin zum Problem der Verdrängung einheimischer Arten durch tierische Neubürger.
 

Spende des NABU Krettnich

Am 24. März wurden Ergebnisse der Wiederansiedlungen im Saarland im Rahmen einer Veranstaltung der NABU Ortsgruppe Krettnich von Mitarbeitern des Projektes vorgestellt. Im Anschluss daran überreicht der Vorsitzende, Bernd Konrad, einen Scheck in Höhe von 500 Euro zur Unterstützung des Ansiedlungsprojektes.
 
Spendenübergabe
v.l.  Bernd Konrad, Uli Heintz, Ina Klaumann, Tania Bazan, Victor Jalón
 

10 Jahre EuroNerz  e. V. - eine Bilanz

Was wir erreicht haben
Zehn Jahre Vereinsarbeit bedeuten zehn Jahre ehrenamtlicher Dienst für ein hochgradig bedrohtes Säugetier, den Europäischen Nerz, Artenschutz aus Niedersachsen für Niedersachsen, Deutschland und Europa.
Der Verein ist Mitglied im Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) für den Nerz, arbeitet mittlerweile mit mehr als einem Dutzend Zoos und Tierparks zusammen, unterstützt die Forschung an verschiedenen Universitäten, vermittelt Tiere für Wiederansiedlungsprojekte und hat ein eigenes Projekt zur Wiederansiedlung im Saarland gestartet.

Tiere in der Obhut des Vereins
Mit einer Gründerpopulation von einem Dutzend Tiere begann die Zucht des Vereins bei ausgeglichener Anzahl an Rüden und Fähen. Seit einigen Jahren ist der Bestand auf über 80 Tiere angewachsen, wobei mehr Rüden als Fähen gehalten werden. Den erfolgreich aufgezogenen Würfen stehen Verluste unterschiedlichster Natur gegenüber, vom Alterstod über Entkommen aus Gehegen, Krankheiten und Unfällen bis hin zur Wiederansiedlung in verschiedenen Projekten.
 
Tierbestand
 
Mitgliederentwicklung
Aus den sieben Gründungsmitgliedern ist im Laufe der zehn Jahre eine etwas größere Gruppe geworden. Nachdem sich die Mitgliederzahl innerhalb des ersten Jahres mehr als verdoppelt hatte, hält sie sich seit einigen Jahren bei etwas über 30, wobei etwa ein Drittel Institutionen, d. h. uns angeschlossene Zoos und Tierparks sind.
 

Ein wichtiger Schritt im Jahr 2000/2001 – Die provisorische Verpaarungsstation in Borgloh

provisorische Station
Aus Mitteln, die uns die Niedersächsische Lottostiftung zur Verfügung stellte, finanzierte EuroNerz e.V. im Jahr 2000 den Aufbau einer provisorischen Verpaarungsstation.
Die ersten Spatenstiche erfolgten im Juli 2000. Aufgrund des zeitaufwendigen Aufbaus in (Wochenend-)Eigenleistung zogen sich die Bauarbeiten bis in das Jahr 2001 hinein. Die Station umfasst einen überdachten Mittelteil mit rund 20 kleineren Beobachtungsgehegen.
 

Erste Wiederansiedlungen

Gehegeöffnung
Nicht nur die Erhaltung in Menschenhand ist ein Ziel unseres Vereins, sondern auch die Rückkehr des „alten Nachbarn“ Europäischer Nerz in seinen ursprünglichen Lebensraum. Deshalb hat der Verein Tiere für Wiederansiedlungen zur Verfügung gestellt, ca. 40 Tiere für ein Projekt an der Hase in Niedersachsen (Universität Osnabrück), 15 Tiere für die Inseln Hiiumaa und Saaremaa in Estland (EEP-Koordinator Tiit Maran) und nicht zuletzt seit 2006 über 40 Tiere für das eigene Projekt im Saarland in Kooperation mit dem Zweckverband Illrenaturierung, das noch bis in das Jahr 2009 weiter verfolgt wird.
 

Rückschläge, Schwierigkeiten und ein Ausblick

Natürlich musste der Verein auch Rückschläge, vor allem beim Aufbau der endgültigen Zuchtstation hinnehmen. Mit am stärksten traf uns wohl die Ablehnung des EU-Life-Antrags im Sommer 2005, was unsere Hoffnungen auf die Finanzierung der Station erst einmal wieder zunichte machte. Auch im Jahr 2008 erfolgte bereits ein ähnlicher Tiefschlag mit der Ablehnung einer Förderung durch die Allianzstiftung.
Aber auch die „Kleinigkeiten“ machen die Vereinsarbeit nicht leichter: Immer weniger Mitglieder finden den Weg zu den Jahreshauptversammlungen, die Rückmeldungen aus den Mitgliederkreisen zu Belangen der Vereinsarbeit sind auch eher gering. Die aktive Arbeit des Vereins lastet nach wie vor auf den Schultern ganz weniger.

Der kleine, aber schlagkräftige Kreis bemüht sich weiterhin um die Finanzierung der Zuchtstation. Kontakte zum Land Niedersachsen, zu verschiedenen Stiftungen und zur Deutschen Bundesstiftung Umwelt sind geknüpft, leider sind inzwischen bereits die ersten Absagen eingegangen.
Das Gelände für die Station ist seit 2001 gepachtet, die Baugenehmigung liegt auch seit 2002 vor.
Auch das Wiederansiedlungsprojekt im Saarland wird weiterlaufen, bis 2009 ist die Finanzierung gesichert.

 

Neue Mitgliedsbeiträge für 2008

Für das Jahr 2008 gelten die in der Jahreshauptversammlung 2007 beschlossenen neuen Mitgliedsbeiträge. Sie belaufen sich auf:
Einzelmitglied: 50 €
ermäßigt:       25 €
Familien:       75 €
Institutionen:  180 €
Diese neuen Beiträge wurden zum 15.01.2008 fällig.

Liebe Mitglieder,
einige von Euch/Ihnen haben die alten Beitragssätze überwiesen. Wir bitten darum, die Überweisungen zu überprüfen, die Differenzbeträge nachzuschicken und eventuelle Daueraufträge entsprechend zu ändern!
 

Jahreshauptversammlung 2008

Die Jahreshauptversammlung des Vereins findet statt
am 01. März 2008, 19:00 Uhr,
im Gasthaus Huxmühle,
An der Huxmühle 14, Osnabrück.
Gäste sind herzlich willkommen!

Tagesordnung:
TOP 1: Begrüßung und Genehmigung der Tagesordnung
TOP 2: Bericht des Vorstandes
TOP 3: Kassenbericht
TOP 4: Bericht der Kassenprüfer
TOP 5: Entlastung des Vorstandes
TOP 6: Festsetzung der Beiträge
TOP 7: Ausblick auf das Jahr 2008
TOP 8: Anträge aus Mitgliederkreisen
TOP 9: Verschiedenes

Anträge aus Mitgliederkreisen müssen bis zum 26. Februar 2008 in schriftlicher Form beim Vorstand eingereicht werden.
 

Neuigkeiten

 

Wolfgang Festl zu Gast auf der "wilden Lichtung"

Olis wilde Welt
Der erste Vorsitzende des Vereins, Wolfgang Festl, war zusammen mit einem Nerzrüden am 13.01.2007 zu Gast in „OLIs wilder Welt“. Diese Natursendung für Kinder läuft jeden Samstag auf dem Kinderkanal kika von 14 bis 15 Uhr. In jeder Ausgabe gilt es, ein Gasttier zu erraten, wozu es im Verlauf der Sendung drei Hinweise gibt. Zuschauerkind Helena am Telefon wusste dann auch auf Anhieb die richtige Antwort „Der Europäische Nerz“. Nach der Lösung ist dieses Tier dann auch live im Studio und es gibt Informationen rund um das Tier, außerdem können Kinder per Telefon weitere Fragen stellen.
Nach Ausstrahlung der Sendung ist das Gasttier dann auch aufgenommen in das Tierbuch auf der Internetseite der Sendung, wo es noch weitere Informationen gibt.
www.olis-wilde-welt.de

Die Macher dieser Sendung haben im Vorfeld gut und ausführlich recherchiert. Umso trauriger ist die Tatsache, dass kurz zuvor ein Magazin unter dem Dach der gleichen Sendeanstalt, Report Mainz am 08.01.2007, weit weniger gut gearbeitet hat und bei einem Bericht zum Thema „Leiden für den Luxus“ wieder einmal den Europäischen Nerz und den Amerikanischen Mink in einen Topf geworfen hat, als es um Nerzfarmen in Deutschland ging. Und das, obwohl sie in dem Bericht durchaus Europäische Nerze als sog. Wildnerze zeigen. Diese Aufnahmen stammen aus einem unserer Trainingsgehege aus dem Jahr 2000.
 
Wo sind Nerze zu sehen?
Zoo Neunkirchen (Vergesellschaftung mit Waschbären)
Zoo Osnabrück (Vergesellschaftung mit Waschbären)
Tiergarten Riesa
Tierpark Kloevensteen
Opelzoo Kronberg
Tiergarten Stendal
Wildpark der Stadt Leipzig
Wildpark Granat
Heimatnaturgarten Weißenfels
Tierpark Weißwasser
Hochwildpark Gangelt
Tierpark Eisenberg
Natureum Niederelbe, Balje
Wildfreigehege Nöttler Berg, Saerbeck
Tierpark Lutherstadt Wittenberg
Tiergarten Delitzsch
Wildpark Lüneburger Heide, Hanstedt
Tierpark Suhl
Frankenhof, Reken
Zoo Heidelberg
Schwarzwaldzoo Waldkirch
Tiergaren Mönchengladbach

Stand: Juli 2016

Spielende Nerz-Famile
Spielende Nerz-"Familie". (Foto: Dr. E. Peters)
 
Aus dem Tagebuch des Projektes...
 

Wiederansiedlung von Nerzen im Saarland vielversprechend gestartet

Nach intensiver Vorbereitung ist im Frühjahr 2006 mit Unterstützung unserer Kooperationspartner (s.u.) das Projekt zur Wiederansiedlung des Europäischen Nerzes im Saarland gestartet worden. Erfahrungen aus anderen Wiederansiedlungsprojekten haben uns dazu veranlasst, verschiedene Methoden durchzuführen. So wurden nicht nur tragende Fähen, sondern auch die dazugehörigen Rüden, dann auch tragende Fähen ohne Rüden und später Fähen mit Jungtieren ins Freiland entlassen.
Die bisherigen Ergebnisse zeigen, dass einige Tiere sich nach wie vor standorttreu im Ursprungsgebiet aufhalten, andere sind – wie erwartet – aufgrund der hohen Anzahl der freigelassenen Tiere in geeignete Gebiete abgewandert. Der Verlust von bislang vier Tieren ist relativ gering, zwei Tiere  starben im Straßenverkehr, zwei weitere wurden vermutlich durch andere Beutegreifer getötet.
Mindestens vier Fähen haben im Freiland ihre Jungen zur Welt gebracht, vier weitere Würfe waren in den Trainingsgehegen zu verzeichnen. Leider verstarb dort ein Wurf nach zwei Tagen und bei einem zweiten verschwand das Muttertier nach einem Unwetter, so dass die Jungen von Hand aufgezogen werden mussten und somit nicht mehr ins Freiland entlassen werden können.
Das Projekt wird wissenschaftlich begleitet von der Universität Osnabrück, Studenten der Universitäten Osnabrück, Münster und Hamburg sowie spanische Praktikanten des Vereins sorgen für die Kontrolle der Tiere durch telemetrische Überwachung (einige Tiere tragen Implantatsender), Lebendfang und Spurensuche.

Ausdrücklich danken wir an dieser Stelle den Jägern, Anglern und anderen Interessengemeinschaften der Region für das Angebot der Zusammenarbeit und Unterstützung.
 
Spuren im Freiland
Die ersten Spuren im Freiland
 

Wiederansiedlung von Nerzen im Saarland ab 2006!

Nach den schlechten Nachrichten des Jahres 2005 - die Ablehnung des Antrages auf Mittel aus dem EU Life-Nature Projekt - endlich eine gute:
Das Ministerium für Umwelt des Saarlandes erklärte sich dankenswerterweise bereit, die als Kofinanzierungsbeitrag für den Antrag vorgesehenen 150.000 € im Haushalt stehen zu lassen und damit trotz Ablehnung seitens der EU eine Wiederansiedlung Europäischer Nerze zu ermöglichen.

Verteilt auf die Jahre 2005 bis 2008 werden auf diese Weise Sach- und Personalmittel zur Verfügung stehen, um wie bereits zuvor geplant im Projektgebiet des Zweckverbandes Illrenaturierung die notwendigen Arbeiten im Freiland durch-zuführen.
Hinsichtlich des Projektumfanges waren selbstverständlich Einschnitte notwendig: So verbleiben die Personalmittel vor Ort im Saarland. Und auch der Ausbau der Zuchtstation kann im Rahmen dieses Projektes nicht realisiert werden.

Für die Arbeit unseres Vereins ist dieser Erfolg dennoch von großer Bedeutung: Solche Projekte dienen dem Artenschutz nicht nur unmittelbar. Sie schaffen auch auf politischer Ebene Fakten und ermöglichen es, für zukünftige Vorhaben zu lernen. Gerade für den Nerz und andere bedrohte Kleinraubtiere ist das entscheidend – noch immer existieren zu wenige Erfahrungswerte.

Gemeinsam mit dem Zweckverband Illrenaturierung und der Neunkircher Zoologischer Garten gGmbH startet unser Verein bereits im kommenden Frühjahr. Die wissenschaftliche Begleitung wird durch Frau Dr. E. Peters (Abt. Ethologie der Universität Osnabrück; Prof. Dr. R. Schröpfer) und Herrn Dr. K. Frölich (Leiter der Fachgruppe 3 des IZW Berlin) erfolgen.

Derzeit laufen die Vorbereitungen. Sobald die Arbeiten im Freiland starten, werden Neuigkeiten an dieser Stelle bekannt gegeben.
 
3 Wochen alter Jungnerz bei der ersten Kontrolle
Biber als Lebensraumgestalter für den Nerz: Biberburg am Alsbach, einem Zufluss der ILL im Saarland.
 

Euronerz im Fernsehen

In diesem Jahr hat es erstmals auch mehrfach Berichterstattungen über unseren Verein im Fernsehen gegeben.
Den Anfang machten zu Jahresbeginn die NDR-Zoogeschichten aus dem Wildpark Lüneburger Heide in Hansted, wo über die Abholung der Jungnerze berichtet wurde.
Im Sommer folgten dann die ersten Berichte über die Wiederansiedlung im Saarland, zum Beispiel im ARD-Magazin "Brisant".
Und voraussichtlich im April 2007 startet in der ARD wieder eine neue Zoo-Doku, ebenfalls aus dem Wildpark Lüneburger Heide: "Wolf, Bär & Co. Dort wird es in einer Folge schwerpunktmäßig um die Nerze und die Zusammenarbeit des Wildparks und Euronerz gehen.
 
Fernsehen
Filmaufnahmen für die Zoogeschichten in Hanstedt
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